Lustvolles Lernen – Geht das überhaupt?

Mich beschäftigt immer mehr, wie wir, wie unsere Gesellschaft über das Aneignen von Wissen = Lernen denkt. Gerade wo der Schulschluss wieder in nächster Nähe ist – hört man ganz oft: Endlich vorbei! Hast du’s endlich geschafft! Jetzt kannst was arbeiten. Oder jetzt geht das Leben wirklich los. Aber nicht nur das auch die Langeweile im Unterricht ist ein Thema – so mancher ist einfach seiner Zeit voraus – und damit ist so manches sehr einfach langweilig…aus welchen Gründen heraus auch immer – ob Überforderung, Unterforderung, einfach weil er oder sie das schon gemacht hat und damit schon kennt.
So sehr ist der negative Moment verankert – und nochmal mehr mit Schule – das ist anscheinend Pflichtprogramm pur. Und da kann sich jede/r Pädagogin noch so sehr bemühen – es wird im Keim erstickt – im System der Schule, im System der Familie und generell in unserer Gesellschaft – oder täuscht mich der Eindruck – kommt das nur mir so vor?
Ich bin jetzt 46 Jahre alt und in meinem Bekanntenkreis mehrt sich schon auch die Meinung – hört denn das Lernen nie auf?? Und ich staune – denn ich lerne so unglaublich gerne! Ich entdecke so gerne neue Dinge, ja – ich kann nicht alles und ich verstehe auch nicht alles, aber ich behaupte ich bin neugierig und ich bin offen. und Ja ich will lernen – ich will die Welt entdecken!!
Ich diskutiere aber nicht nur mit Schülern und Studentinnen, sondern eben mit meiner Generation, aber auch nochmal mehr im Moment mit der Generation der jetztigen Pensionistinnen. Und da tun sich unglaubliche Welten auf! Es gibt die die es anscheinend alles richtig gemacht haben, die gesund sind, über ausreichend Geld verfügen und damit ihre Alterspension ausleben und geniessen können. Und das ist wohl für uns alle das große Ziel! Noch so gesund, so fit, so finanziell frei aufgestellt zu sein dass die Pension zum Genießen ist.
Dann gibt es eine wunderbare Gruppe (meiner Ansicht nach), die wirklich noch etwas Neues startet in der Pension – irgendein Sprachkurs, ein neues Hobby, ein neues Handwerk – ja sogar nochmal in die Lehre gehen und sich neues Wissen aneignen – manchmal auch den zweiten Berufstraum sich erfüllen…..und da hätte ich noch viele andere Beispiele, die für mich Rolemodels für diese Zeit sind.
Dann sind natürlich ausgenommen alle Menschen, die einen Schicksalsschlag haben oder hatten – da gelten eigene Regeln, wobei viele Rolemodels auch gerade da abbildbar wären.
Und dann gibt es aber die scheinbar so erschreckend große Gruppe der Pensionisten, die überhaupt nicht wissen, was sie mit der Zeit und mit jedem Jahr verbringen wir alle noch mehr Zeit in der Pension…und so viele haben keinen Spass – HAPPINESS!!! Was ist das? Seid ihr schon mal bewußt durch die Stadt gegangen – wieviele unglückliche Menschen – vor allem auch ältere Menschen es gibt!!! Völliger Wahnsinn.
Aber gleichzeitig auch nicht verwunderlich…früher gab es immer Aufgaben – ja das war notwendig – finanziell und damit waren alle auch körperlich umso mehr gefordert…aber ich will die alte Zeit gar nicht gut oder besser reden – denn es braucht eine viel größere und eine Betrachtung aus der Meta Ebene um daraus für die Hier und Jetztzeit etwas zu lernen.
Um was geht es mir: Die Lust am Lernen wieder zu Erwecken – über alle Generationen hinweg – gibt es dafür Begriffe? Gibt es dazu Projekte? Gibt es wissenschaftliche Arbeiten? Gibt es was auch immer dazu? Vom Mehrgenerationenhaus in der Architektur zu Seniorenprojekten, bis zu Experimenten, wie wir Spass am Lernen, am Lifelonglearning bekommen können? Wenn ja, wenn es nicht nur leere Floskeln sind, dann denkt bitte an mich und sendet mir Links: iris.mayr@gmail.com
Jetzt schon vielen Dank!